Wie man sich beim Nähen näher kommt

Sieben syrische Frauen und Mädchen sowie eine Albanerin trafen sich am Nachmittag des 26. Januar 2017 erstmals im „Haus der Begegnung“, um unter Anleitung von Sophie Arand und Dalia Al Abdullah, einer syrischen Schneiderin, das Nähen zu lernen.

„Schau, so macht man das – einfach drunterschieben, festhalten und los geht´s.“ Aufmerksam beobachtet Ola, wie geschickt ihre Freundin Aya an der Nähmaschine hantiert und wie rasch sie ihre Naht beendet hat.

 

Anfängliche Hemmungen und Sprachhindernisse waren bald überwunden, als es ans praktische Arbeiten ging. Beim Zuschneiden und anschließenden Ausprobieren der Nähmaschinen kam man sich schnell näher. Während sich die Anfängerinnen zunächst mit Zuschauen begnügten, konnten die erfahreneren Teilnehmerinnen bald stolz ihr erstes selbstgenähtes Produkt, einen kleinen Kissenbezug, vorzeigen.

Da sich zu gleicher Zeit im Raum nebenan die Handarbeitsgruppe zu ihrem wöchentlichen Kreativkreis eingefunden hatte, ergaben sich auch bereits erste Kontakte zu den strickenden und bastelnden Damen, die gerne bereit waren, ihr Wissen weiterzugeben und der interessierten 13-jährigen Nour, die ihre Mutter zum Nähtreff begleitet hatte, zu zeigen, wie man aus alten Zeitungen nette Körbchen und Untersetzer „weben“ kann.

Nach so einem erfreulichen Start wird das interkulturelle Nähcafé hoffentlich weiteren Zulauf haben und zu einer beständigen Einrichtung werden.

Wir laden alle, die gerne nähen, herzlich ein, einfach mal vorbeizukommen - ob Anfänger(in) oder schon versierter, ob mit Migrationshintergrund oder einheimisch, ob Schüler(in) oder Senior(in), ob männlich oder weiblich. Schließlich lebt Integration vom Mitmachen!